Natürliche Bienenprodukte
Manuka, Pollen, Propolis und Gelée Royale: was der Bienenstock hergibt
Nektar wird zu Honig, Blütenstaub zu Pollen, Baumharz zu Propolis und der Futtersaft der Ammenbienen zu Gelée Royale. Vier Erzeugnisse aus demselben Stock, die im Alltag nichts miteinander zu tun haben: Der eine Löffel geht aufs Brot, der nächste in die Tasse, ein paar Tropfen in ein Glas Wasser, eine Kapsel zum Frühstück. Bei greenist stehen sie nebeneinander, weil viele Imkereien alle vier anbieten und weil man bei allen auf dieselben Dinge achten muss: Herkunft, Verarbeitung und die Angaben auf der Packung.
Manuka Honig: Sorten und Qualitätsgrade auf der Packung lesen
Manuka-Honig stammt aus dem Nektar der Südseemyrte, die in Neuseeland wächst. Er ist dunkel, sehr zähflüssig und schmeckt malzig-herb, deshalb gehört er eher auf Joghurt und Butterbrot als in den Tee. Bei Manuka Honig Sorten und Qualitätsgrade stehen zwei Kennzahlen im Mittelpunkt: Der MGO-Wert nennt den gemessenen Methylglyoxal-Gehalt in Milligramm pro Kilogramm, das UMF-Siegel ist ein eigenes Zertifizierungssystem mit eigenen Prüfkriterien. Beides sind Laborwerte, sie beschreiben, was gemessen oder geprüft wurde. Weil die beiden Skalen nicht einfach ineinander umgerechnet werden können, vergleichst du Honige am besten innerhalb derselben Skala. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig, auch dieser, tabu.
Blütenpollen: Sortenreinheit ist die Ausnahme
Blütenpollen sind die Pollenhöschen, die Bienen an den Hinterbeinen heimtragen und die Imker an der Flugöffnung abstreifen und trocknen. Weil eine Biene auf einem Flug mehrere Pflanzen anfliegt, sind die meisten Pollen Mischungen aus der Umgebung des Stocks. Blütenpollen Sortenreinheit ist die Ausnahme, nicht die Regel: Sortenrein wird über eine Pollenanalyse belegt, deshalb lohnt der Blick auf die Packung. Als Granulat passt Pollen ins Müsli, als Pulver rührt er sich in Smoothies und Joghurt.
Propolis: Kittharz als Tinktur, Spray und Salbe
Propolis nennen Imker das Kittharz, das Bienen aus Knospen- und Baumharzen mischen, um den Stock abzudichten. Im Handel gibt es Propolis als Tinktur und Tropfen (meist in Alkohol oder Glycerin ausgezogen), als Spray, als Lutschtablette und in Honig eingerührt. „Propolis Wirkung und Anwendung“ gehört zu den häufigsten Suchanfragen; was ein einzelnes Produkt darf, steht in seiner Kennzeichnung, und wie man es nimmt, auf der Packung.
Gelée Royale: Nährstoffe und Lagerung
Gelée Royale ist der Futtersaft, den Ammenbienen für die Larven und die Königin bilden. Zu den Gelée Royale Nährstoffen zählen neben viel Wasser vor allem Eiweiß, Zucker und Fett; frisch ist er cremig-weiß und schmeckt herb-säuerlich. Weil er wärmeempfindlich ist, gehört frisches Gelée Royale in den Kühlschrank, bei Kapseln gilt die Packungsangabe.
Reine vs. Kombinationsprodukte: was auf dem Etikett steht
Reine vs. Kombinationsprodukte ist die erste Frage beim Einkauf. Ein reiner Honig, ein reiner Pollen, eine reine Tinktur nennen genau ein Erzeugnis. Daneben gibt es Kombinationen wie Propolis im Honig, Manuka-Honig mit Propolis als Spray, das Geschenkset aus Honig und Blütenpollen oder die Manuka Drops. Kombinationen sind bequem, bei reinen Erzeugnissen siehst du genauer, was du isst. In der Gruppe Honig Salben und Sprays unterscheidet vor allem die Anwendung: Salben wie Propolis-Salbe oder Manuka-Pflegebalsam sind Kosmetik und werden von außen aufgetragen, Sprays gehen in den Mund.
Bio-Zertifizierung, Herkunft und was Bio bei Bienen bedeutet
Bio Zertifizierung Herkunft sind beim Honig zwei getrennte Fragen. Bio-Honig bedeutet mehr als ungespritzte Blüten: Auch die Standorte der Stöcke, die Winterfütterung und das Wabenwachs sind in der EU-Öko-Verordnung geregelt. Die Herkunft steht auf dem Etikett, bei Mischungen auch als „Mischung von Honig aus EU-Ländern“. Wer es genauer will, greift zu Sortenhonigen aus einer Region oder zu Manuka mit ausgewiesenem Ursprung.
Dosierung und Einnahme, Lagerung, Haltbarkeit: kurz und praktisch
Dosierung und Einnahme richten sich nach der Packungsangabe, vor allem bei Tropfen, Kapseln und Sprays. Lagerung Haltbarkeit sind unkompliziert: Honig und Pollen lagerst du kühl, trocken, dunkel und gut verschlossen. Und wenn Honig kristallisiert, ist das normal, je nach Sorte schnell (Raps) oder spät (Akazie); im Wasserbad bei milder Wärme wird er wieder flüssig.
Allergien, Unverträglichkeiten und das Immunsystem als Suchbegriff
Beim Thema Allergien Unverträglichkeiten gilt: Propolis ist ein bekanntes Kontaktallergen, Blütenpollen enthalten Pollen. Wer auf Bienenprodukte, Pollen oder Balsam reagiert, klärt das vor dem Kauf ärztlich ab. „Imkereiprodukte Immunsystem“ taucht in vielen Suchanfragen auf; für Lebensmittel gelten hier die EU-Regeln, und die Packung bleibt die Instanz.
Stöbere durch die Sorten, vergleiche die Kennzahlen auf der Packung und such dir das Erzeugnis aus, das zu deinem Löffel, deiner Tasse oder deiner Tropfflasche passt.