Säfte aus Pflanzen entdecken
Pflanzensäfte kaufen: Direktsaft, Muttersaft, Essenz und Heilpflanzensaft
Pflanzensäfte sind ein weites Feld: Der Granatapfel-Muttersaft im Glas steht neben dem milchsauer vergorenen Gemüsesaft, der Tomatensaft mit Meersalz neben Essenzen, Elixieren und Heilpflanzensäften. Marken wie Biotta, BioGourmet, Voelkel, Hübner und Salus teilen sich das Regal. Gemeinsam ist ihnen, dass die Pflanze im Mittelpunkt steht, und wie sie verarbeitet wurde, verrät das Etikett.
Vollfrucht Säfte ungesüßt: Direktsaft, Konzentrat, Muttersaft und Nektar
Beim Saft entscheidet die Kennzeichnung. Direktsaft ist direkt aus der Frucht gepresst, Saft aus Fruchtsaftkonzentrat wurde eingedickt und mit Wasser wieder aufgefüllt. Beide bestehen zu 100 Prozent aus Frucht, ein Zuckerzusatz ist nicht erlaubt. Muttersaft ist kein geschützter Begriff und meint meist unverdünnten Direktsaft. Nektar dagegen enthält je nach Frucht nur 25 bis 50 Prozent Fruchtanteil und darf gesüßt sein. Wer Vollfrucht Säfte ungesüßt sucht, greift also zu Direktsaft oder Saft aus Konzentrat, etwa zum Bio Granatapfel Muttersaft pur von BioGourmet; auch das ungesüßte Granatapfelmark von Hübner gehört in diese Reihe.
Vitalstoffe und Nährstoffe: zwei Wörter, nicht dasselbe
Vitalstoffe und Nährstoffe werden oft in einem Atemzug genannt, meinen aber Verschiedenes. Nährstoffe sind klar umrissen: Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Vitalstoffe ist ein Sammelwort ohne Rechtsdefinition, unter dem auch sekundäre Pflanzenstoffe laufen, etwa die Farbstoffe in Aronia, Granatapfel und Roter Bete. Was ein Saft an Nährstoffen enthält, steht in seiner Nährwerttabelle.
Vitamingehalt natürlich: was in der Frucht steckt und was zugesetzt wird
Beim Vitamingehalt natürlich gilt: Im Direktsaft steckt, was die Frucht und die Verarbeitung übrig lassen. Vitamin C etwa ist licht- und hitzeempfindlich, deshalb stehen empfindliche Säfte gern in dunklem Glas. Zugesetzte Vitamine nennt die Zutatenangabe; Ascorbinsäure ist ein häufiger Zusatz, der Säfte vor dem Braunwerden schützt.
Kräuteressenz und Extrakte: Auszüge in Flaschenform
Eine Kräuteressenz ist kein Rechtsbegriff, sondern ein konzentrierter Auszug aus Kräutern, oft in Wasser, Alkohol, Honig oder Fruchtsaft. Kräuteressenz und Extrakte erkennst du an der kleinen Flasche und der Dosierung in Millilitern. Manche Elixiere enthalten Alkohol; das steht auf dem Etikett und ist bei Kindern, in Schwangerschaft und Stillzeit eine Frage für Apotheke oder Praxis.
Heilpflanzensäfte: Leber und Verdauung als Suchwörter
Heilpflanzensäfte sind frisch gepresste Pflanzensäfte, die haltbar gemacht wurden, eine alte Form der Pflanzenverarbeitung. Heilpflanzensäfte Wirkung oder Leber und Verdauung sind häufige Suchwörter; im Regal stehen Lebensmittel und registrierte oder zugelassene Arzneimittel nebeneinander, und was ein einzelnes Produkt dazu sagen darf, entscheidet allein seine Kennzeichnung. Den Unterschied erkennst du an der Packung: Arzneimittel tragen eine Zulassungs- oder Registrierungsnummer und eine Packungsbeilage, Lebensmittel nicht.
Kinderfreundliche Pflanzensäfte: auf drei Angaben achten
Kinderfreundliche Pflanzensäfte sind kein geschützter Begriff. Entscheidend sind das Mindestalter auf der Packung, ob Zucker zugesetzt ist und ob Alkohol im Spiel ist. Bei Arzneimitteln gilt die Altersangabe der Packungsbeilage; für Säuglinge ist die Kinderärztin die richtige Ansprechpartnerin.
Tägliche Anwendung und Dosierung
Tägliche Anwendung und Dosierung stehen bei jedem Produkt auf der Flasche: die Trinkmenge bei Säften, Milliliter bei Essenzen, bei Arzneimitteln die Dosierung der Packungsbeilage. Mehr als empfohlen schmeckt nicht besser und ist bei konzentrierten Produkten keine gute Idee.
Bio Qualität und Herkunft am Etikett prüfen
Bio Qualität und Herkunft lassen sich ablesen: Das EU-Bio-Logo steht für Anbau ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, Demeter für biodynamischen Anbau mit eigenen Regeln. Die Herkunft der Früchte findest du meist auf dem Etikett.
Lagerung und Haltbarkeit
Lagerung und Haltbarkeit hängen am Zustand der Flasche: Ungeöffnet stehen Säfte kühl und dunkel. Nach dem Öffnen gehört der Saft in den Kühlschrank und ist in wenigen Tagen aufzubrauchen, die genaue Frist steht auf dem Etikett. Ein Bodensatz bei Muttersäften und naturtrüben Säften ist normal; vor dem Einschenken schütteln.