Pure Wildkräuter für deine Sinne
Die bekanntesten Arten
Löwenzahn liefert von der Blüte bis zur Wurzel essbare Teile und schmeckt deutlich bitter. Brennnessel ist mild und spinatähnlich, Giersch erinnert an Petersilie und Möhre. Bärlauch bringt knoblauchartige Schärfe, Vogelmiere schmeckt nussig-mild, Sauerampfer zitronig, Spitzwegerich herb-pilzig. Gänseblümchen, Kornblume und Ringelblume liefern essbare Blüten für die Optik.
Sammeln mit Verstand
Gesammelt wird nur, was zweifelsfrei bestimmt ist. Bärlauch lässt sich mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose verwechseln, die beide stark giftig sind – im Zweifel liegen lassen. Abstand zu Straßen, Hundewegen und konventionell bewirtschafteten Feldern halten, nur so viel nehmen, dass der Bestand bleibt, und gründlich waschen. Wegen des Fuchsbandwurms empfehlen Fachstellen, bodennah wachsende Wildkräuter vor dem Verzehr zu erhitzen. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln untersagt.
In der Küche
Junge Blätter roh in Salat, Kräuterquark und Smoothies. Kräftigere Arten blanchieren oder kurz anbraten – das nimmt Bitterkeit und Schärfe. Wildkräuterpesto entsteht aus Blättern, Nüssen, Öl und Salz. Blüten dienen als essbare Dekoration. Getrocknete Kräuter werden zu Tee, Pulver oder Kräutersalz verarbeitet.
Im eigenen Garten
Wer nicht sammeln möchte, sät Wildkräuter selbst aus: eine ungenutzte Ecke, magerer Boden und wenig Pflege reichen. Das schafft nebenbei Nahrung für Insekten. Getrocknete Ware aus dem Handel ist die Alternative für alle, die sich beim Bestimmen unsicher sind.